Neil Youngs Alterswerk ist gelinde gesagt umfänglich. Der hört einfach nicht auf. Sein 42. Album. Auch für einen 77-jährigen nicht gerade wenig. Irgendwie ist Neil der Clint Eastwood der Rockmusik. Immer weiter geht’s. Beinhart wird durchgezogen. Diesmal mit Produzenten-Legende Rick Rubin. Der Rumpelsound wird von ihm nicht entrümpelt, sondern mit Klarheit versehen. Schunkel-Boogies wechseln sich mit wunderbar windschiefen Young-Balladen und typisch jaulenden Crazy-Horse-Krachern ab. Feuchte Hippie-Träume werden auch bei diesem Album wahr. Wenn Neil und seine Kumpels aber im Woodstock-Style „No more war, only love“ singen, kommen einem fast die Tränen. Und man fragt sich: Welt, wohin bist du nur seit ebenjenen Love-&-Peace-Zeiten gegangen? Mach weiter, alter Zausel! Mach weiter, so lange du kannst!
Neil Young & Crazy Horse: World Record
