Es wird ja viel über Female Empowerment geschrieben dieser Tage, und das nicht zu Unrecht. Dass lùisas viertes Album jetzt auf dem eigenen Label erscheint, hat viel mit der Misogynie der Musikindustrie und wenig mit der Qualität von „Call Me The Witch“ zu tun. So eingängig der moderne Pop der Hamburger Künstlerin ist, so gefährlich sind ihre Texte. Indem sie die frauenfeindliche Zuschreibung der Hexe annimmt, ermächtigt sie sich selbst und greift damit das Patriarchat frontal an. Auch die feministische Revolution muss tanzbar sein, da kommt „Call Me The Witch“ gerade richtig.
lùisa: Call Me The Witch
