Jochen Distelmeyer ist nur im Kontext des Schaffens erfassbar. Ich-Maschine, L’ETAT ET MOI, der Bass auf Tausend Tränen tief, sein Roman-Debüt Otis, die Solopfade. Türen in den Köpfen geöffnet, jeder geschlossene Raum ist ein Sarg. Mit der Komplexität der Welt besser umgehen gelernt dank Blumfeld. An gefühlte Wahrheiten können sich die Geister scheiden. Einmal mehr. Doch in einer Welt aus den Fugen, in der wirre Kräfte sinnfrei wirken, setzt Distelmeyer Liebe als alternativen Weg. Das mag manchen rührend vorkommen, am Ende ist es die einzig konsequente Haltung. Er singt für uns. Und das ganz großartig.
Jochen Distelmeyer: Gefühlte Wahrheiten
