Bock auf richtig amtliches Happy-Summer-Entertainment? Am besten live, tanzbar und mit einem guten Schuss Humor? Dann hätten wir hier was Schmuckes für euch: Der exzellente Songschreiber RIAN kommt auf den Campus.
Wie schön man sich doch täuschen kann: Wenn man sich den österreichischen Senkrechtstarter RIAN auf Bildern so anschaut, ist der erste Eindruck ein wenig irreführend. Da sitzt er mit seiner Akustikgitarre und lächelt charmant, fast ein wenig zurückhaltend. Dass dieses scheinbar harmlose Lächeln aber einem gnadenlos guten Live-Entertainer mit absolutem Starpotenzial gehört, der es nicht nur musikalisch, sondern auch textlich faustdick hinter den Ohren hat, erschließt sich einem recht schnell, wenn man sich mit dem Output des Amadeus-Music-Award-Gewinners beschäftigt.
Pop, Indie und Hip-Hop-Anleihen verschmelzen bei RIAN nicht nur in unfassbar eingängigen Sounds und Hooks, sondern werden von kabarettistisch-ironischen Texten mit ordentlich Relevanz veredelt. Das Ergebnis ist nicht nur aktuell Top20 der deutschen Albumcharts, sondern gerade auch live extrem launig, tanzbar und der Soundtrack des perfekten Sommerabends auf dem Campus!
RIAN: Vom Comedy-Influencer zum preisgekrönten Popstar
Oder vielleicht dann doch eher vom szenegehypten Geheimtipp zum preisgekrönten Popstar und Comedy-Influencer gleichzeitig, besser gesagt. Denn irgendwie kam beim sympathischen Kärntner vor gut zwei Jahren innerhalb kürzerer Zeit so ziemlich alles zusammen. Er, der selbst sieben Instrumente beherrscht, sich einen Großteil davon selbst beigebracht hat und seine ersten eigenen Ideen in einem rudimentären DIY-Studio seiner Schule auf die Festplatte fummelte, hatte gerade als heiß gehandelter Newcomer mit den ersten deutschsprachigen Songs einen kleineren Kreis auf sich aufmerksam gemacht. 2023 ging er dann plötzlich viral und mit seinen Talenten extrem steil. „Schwarzes Schaf“ hieß die Nummer, die ihn, Social sei Dank, im Handumdrehen auf die Screens und in die Gehörgänge einer von da an täglich rasant wachsenden Fangemeinde katapultierte. Das Besondere daran: Auch wenn alles rund um den Typ RIAN mit seiner Ausstrahlung, seinem künstlerischen Background und seiner Historie blinkend „Underground!“ schreien könnte, verfügt er interessanterweise vom Start weg über eine zeitgeistige und in allen Belangen wohltuend unpeinliche Mainstream-Komptabilität.
Und so bringt er frisch, frech und tanzbar zusammen, was anscheinend aktuell für viele zusammengehört. Deutschsprachigen Indiepop, der vom Hip-Hop mehr als einmal verliebt in die Arme genommen wird, und sehr smarte Comedy – tief getränkt mit sozialpolitischen Inhalten und zielgerichtet auf das, was man gemeinhin als die „gute Sache“ beschreiben würde. Oder, wie es in der Vorankündigung des Colos-Saals so passend wie perfekt geschrieben steht: „Die Pop-Linie von den Füßen übers Herz zum Kopf hat sich selten so korrekt angefühlt.“ Denn seine Songs stehen in der Tradition einer zugegeben seltsam illustren Runde, die dann doch erstaunlich viel gemeinsam hat: Kaffkiez, Danger Dan, Antilopen Gang, Falco, Manu Chao oder Jonathan Richman – sie alle sind aufs erste Ohr durchaus lustig tanzbar, um die Ecke gerne mal ziemlich deep und kritisch. Und dabei doch oft von einer empathischen Grundeleganz getragen.
Im Jahr 24 nach 2000 kam dann das, was man gemeinhin als finalen Durchbruch titulieren kann: Der Song „Verwandschaftstreffen“, gleicher Titel wie die EP, auf der er sich befindet übrigens, wird (zunächst) bei den alpenländischen Nachbarn zum waschechten Hit. Sowohl in den Austria Shazam-Charts, den Viral Charts und den Ö3-Charts snackt „Verwandschaftstreffen“ die bisherigen Spitzenreiter weg und wird folgerichtig mit Gold dekoriert. 15 Millionen Streams und eine dicke Runde Heavy-Rotation bei den größten österreichischen Radiostationen später gewinnt der Song unglaubliche drei Amadeus Music Awards und gießt den Platz des nun gar nicht mehr so geheimen Geheimtipps in der deutschsprachigen Musikszene endgültig in Zement.
Auf Platte ein Brett, und wie sieht’s live so aus?
Besucher, die Augen- und Ohrenzeugen der bisherigen RIAN-Liveshows wurden, können bestätigen: Der Bursche aus Treibach-Althofen in Kärnten ist nicht nur ein begnadeter Song- und Textschreiber, sondern auch ein wirklich exzellenter Live-Entertainer, der seinen Fans gleich auf mehreren Ebenen eine fantastische Zeit ermöglicht. Denn bei – bürgerlich übrigens – Florian Gruber gibt es eben nicht nur gemütsaufhellende Songs, sondern auch immer wieder kabarettistische Einlagen und viel spontane Interaktion mit dem Publikum. Gerade Letzteres bereitet ihm selbst einen Heidenspaß, wie er in einem Interview verriet.
Das geradezu logische Ergebnis war eine restlos ausverkaufte „Verwandschaftstreffen“-Tour im vergangenen Jahr, die ihren finalen Höhepunkt in Wien fand. In diesem Jahr zieht der RIAN-Feel-Good-Zirkus nun mit der passend titulierten „Blumendisko“-Tournee durch die deutschsprachigen Gefilde und spielt nicht nur Hallen und Clubs in Grund und Boden, sondern verziert auch die Line-ups amtlicher Großfestivals wie dem Gampel Open Air, dem Woodstock der Blasmusik oder der Brass Wiesn. Keine Frage, jemand wie RIAN funktioniert garantiert auch vor mehreren Zehntausend – und doch sind wir uns sicher, dass seine Texte, seine Schelmereien, seine grandiose Band und der Herzblut-Entertainer an der Front ihren kompletten Vibe in etwas intimeren Shows am allerbesten transportieren werden. Was passt da also besser, als den 18.8. im luftig-lauschigen Ambiente des TH-Campus zu verbringen und sich von FloRIAN Gruber und seiner Bande den Sommer mit Pop, Indie, Hip-Hop und einer gehörigen Prise Humor veredeln zu lassen? Stimmt, so ziemlich genau mal gar nix.
Und als likörgeschwängerte Kirsche auf dem Schlagobers nimmt sich der ebenso wunderbare Singer/Songwriter Jonny Mahoro mit seinem beatgeladenen Mix aus Indiepop und R ’n’ B dem Support-Slot an, um die Feelgood-Vibes beim Publikum schon mal galant anzuzünden.
