Aktuell gibt es knapp 4.500 Start-ups alleine im Freistaat, das ist Bestwert im bundesweiten Vergleich. Doch warum ist das so und was ist für Gründende wirklich wichtig? Ne coole Idee, Innovationskraft, Motivation und Durchhaltevermögen, klar. Aber auch: Förderung und Unterstützung durch den Zugriff auf externes Know-how und Netzwerke. Und genau diese Kriterien lassen sich in Bayern bestmöglich kombinieren.
Ein Musterbeispiel für die zielführende Verknüpfung von Kompetenzen stellt die regionale Gründermesse dar, die vom Team des Digitalen Gründerzentrums Aschaffenburg in diesem Jahr bereits zum vierten Mal ausgerichtet wird und eine wertvolle Plattform für die Leader von morgen bietet. Gründungsinteressierte treffen auf Start-ups, regionale Unternehmen und Gründerberatungsstellen, treten in Austausch, sammeln Informationen und erweitern ihr Netzwerk. Mit diesem Prinzip hat sich die Gründermesse etabliert und ist zu einem festen Bestandteil des Start-up-Ökosystems am Bayerischen Untermain geworden. Und das mit beeindruckenden Zahlen: Über 40 Ausstellende trafen in den vergangenen Jahren auf mehr als 600 Besucher pro Messe, die ihre Attraktivität auch aus spannenden Workshops und informativen Key-Notes speist. So wartet auch bei der 2026er-Ausgabe eine stattliche Anzahl an Speakern und Referenten mit aktuellen Themen auf alle Interessierten. Darüber hinaus setzt die Gründermesse in diesem Jahr mit dem Track NextGen AI einen weiteren Schwerpunkt und bietet Vorträge zu aktuellen KI-Trends. Zum ersten Mal gibt es außerdem einen aktiven Programmpunkt für Networking. In diesem Jahr mit dem Track NextGen AI einen weiteren Schwerpunkt und bietet Vorträge zu aktuellen KI-Trends. Zum ersten Mal gibt es außerdem einen aktiven Programmpunkt für Networking
Gründermesse
GründerinnenTalk meets Gründermesse (10–13 Uhr)
Erstmals findet die bekannte Eventreihe “GründerinnenTalk” auf der Gründermesse statt! In Form von inspirierenden Kurzvorträgen geben Gründerinnen Einblicke in die „Female Founder Journey" – von innerer Klarheit und Selbstwirksamkeit über authentischen Community-Aufbau bis hin zu kooperativen Netzwerkstrukturen und unerschütterlicher Resilienz. Den krönenden Abschluss bildet eine Diskussionsrunde zu Themen, die Gründerinnen beschäftigen. Hinweis: Dies findet am Vormittag vor dem offiziellen Start der Gründermesse um 13 Uhr statt. Tickets sind begrezent!
NextGen AI: Aktuelle KI-Trends (16–17.30 Uhr)
Unbestritten, künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsvision mehr und entwickelt seine Fähigkeiten in rasend schnellem Tempo. Aber wie können Gründer und Start-ups diese Technologie strategisch, sicher und nachhaltig für sich einsetzen? Das erklären vier Experten in spannenden Kurzvorträgen und setzen somit einen der Schwerpunkte der diesjährigen Gründermesse.
Den Anfang macht dabei Dr. Friederike Sziegat mit „Human in the Loop – KI braucht Verantwortung“. Die promovierte Chemikerin und Führungskraft gründet aktuell einen systemintelligenten Beratungsansatz zur Nutzung einer Mensch-KI-Co-Intelligenz in der Organisationsentwicklung, dessen Fokus dabei auf KI-Diagnostik, menschlicher Verantwortung und einer klaren Entscheidungsarchitektur liegt. Ihr Vortrag dreht sich folgerichtig um die Fragestellung, wie KI strategisch wirksam eingesetzt werden kann und wann die Verantwortung beim Menschen bleiben muss.
Anschließend spricht Dr. Andreas Alin, Gründer des Unternehmens Mainition, über das Thema „KI-Infrastruktur im Unternehmen souverän betreiben“. Dieses entwickelt Vertriebsplattformen, die ihren Schwerpunkt auf KI-gestützte Bestandskundenaktivierung legen.
In seiner Key-Note möchte er Besuchern aufzeigen, wie Unternehmen die künstliche Intelligenz souverän und ohne US-Einfluss betreiben können. Praxisnahe Ansätze, Potenziale und bestehende Optionen gehören dabei ebenso zur Thematik wie die bestehenden Fallstricke.
Im Anschluss an die Ausführungen von Dr. Andreas Alin dreht sich der Vortrag der freiberuflichen KI-Beraterin und DataCamp-Trainerin Julia Ostheimer um eine der aktuell drängendsten Fragestellungen: „Autonome KI-Agenten – Hype oder Realität?“ Denn schließlich ist der Einsatz von KI-Agenten aktuell in aller Munde. Die Referentin zeigt auf, was echte Agentensysteme von „lediglich“ smarten Assistenten unterscheidet, welche Anwendungsfälle wirklich Sinn ergeben und welche Sicherheits- und Haftungsfragen vor der Verwendung geklärt sein sollten.
Last but not least beleuchtet Kevin Geis die Hürden und Learnings des „EU AI Act in der Praxis“. Der Koordinator des KI-Regionalzentrums Unterfranken begleitet erfolgreich regionale klein- und mittelständische Unternehmen bei der praxisnahen KI-Implementierung und zeigt in seinem Vortrag auf, wie ebendiese unter dem EU AI Act sicher gelingt. Dabei teilt er seine Erfahrung aus realen Projekten von konkreten Compliance-Hürden bis hin zu erprobten Lösungsansätzen.
Gründermesse
Speed-Networking: 30 Minuten, maximale Kontakte (18–18.30 Uhr)
„30 Minuten, maximale Kontakte“ – so lautet das Motto zum brandneuen Programmpunkt der diesjährigen Messe. In dynamischen Fünf-Minuten-Runden treffen dabei potenzielle Geschäftspartner, Mentoren und Gleichgesinnte aus der Region im Face-to-Face-Modus aufeinander. Wer unsicher ist, braucht aber keine Angst vor Sprachlosigkeit zu haben, vorbereitete Impulsfragen erleichtern schließlich den Einstieg in tiefgründige und wertvolle Business-Gespräche.
Kontakte knüpfen, Innovationen kennenlernen, Erfahrungen austauschen, Fördermöglichkeiten entdecken, Best-Practice-Ideen einsammeln – es gibt also zahlreiche Gründe, der Gründermesse 2026 einen Besuch abzustatten, denn es ist nie zu spät zum Gründen!
Besonders für Studierende: Jetzt Gründergeist entfachen!
Die Gründermesse ist auch die perfekte Anlaufstelle für Studierende, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen – oder einfach neugierig sind, wie aus einer Idee ein Unternehmen wird. Hier kann jeder die Chance nutzen, direkt mit Gründern ins Gespräch zu kommen, erfahrene Mentoren kennenzulernen und beim Speed-Networking wertvolle Kontakte in die regionale Wirtschaft zu knüpfen. Ob erster Business-Plan, Nebenprojekt oder das nächste große KI-Start-up – hier findet jeder die Inspiration, das Netzwerk und die Beratung, die seinen Einstieg erleichtern. Der Eintritt lohnt sich!
Wer nun weiterhin hungrig nach Informationen ist, sich noch tiefergehener mit der Materie beschäftigen möchte oder einfach nur Tickets für die jeweiligen Zeitslots der einzelnen Messe-Programmpunkte ergattern möchte, dem sei die untenstehende Website des Digitalen Gründerzentrums empfohlen.
