Ein Comeback, das kaum jemand noch für möglich gehalten hätte: Michael „Bully“ Herbig kehrt in die Prärie zurück. Über zwei Jahrzehnte nach dem Sensationserfolg von „Der Schuh des Manitu“ setzt er mit „Das Kanu des Manitu“ das wohl kultigste Western-Abenteuer der deutschen Filmgeschichte fort.
Ab Mitte August galoppieren Abahachi, Ranger und Dimitri erneut über die Leinwand – mit altbekanntem Witz, neuer Handlung und prominenter Verstärkung im Gepäck. Produziert von Constantin Film, geschrieben vom bewährten Bullyparade-Trio, verspricht diese Fortsetzung eine cineastische Sommerfreude für Fans und Neuentdecker gleichermaßen.
Michael Herbig bleibt dabei nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera tonangebend. Als Regisseur, Produzent, Co-Autor und Hauptdarsteller führt er sein Herzensprojekt mit jener Handschrift weiter, die schon bei „Der Schuh des Manitu“ für ausverkaufte Säle, Kultstatus und fast 12 Millionen Kinobesuche sorgte. Seit den Tagen der Bullyparade ist Herbig mit Christian Tramitz und Rick Kavanian ein eingespieltes Team, das Slapstick, Situationskomik und treffsichere Dialoge auf unverwechselbare Weise vereint. Umso erfreulicher, dass sich das Trio für den zweiten Teil erneut zusammengetan hat, und zwar mit sichtlich gewachsenem Feingefühl für aktuelle Tonlagen und ein zeitgemäßes Publikum.
Die Handlung knüpft dort an, wo einst der Vorhang fiel, mit einem neuen Aufreger in der Prärie. Abahachi und sein Blutsbruder Ranger werden von einer mysteriösen Bande in eine Falle gelockt. Ziel: das sagenumwobene Kanu des Manitu. Nur dank ihres alten Freundes Dimitri, der zusammen mit der pragmatischen Mary zur Rettung eilt, entgehen sie dem Galgen. Doch was zunächst wie eine heldenhafte Befreiung wirkt, entpuppt sich bald als Beginn eines noch größeren Plans. Mit Witz, Widerstandskraft und jeder Menge Reibereien machen sich die Helden auf, dem Mythos des Kanus auf den Grund zu gehen – und vielleicht sogar ein Stückchen Wahrheit über sich selbst zu finden.
Neben den vertrauten Gesichtern von Herbig, Tramitz, Kavanian und Sky du Mont, stehen diesmal auch Schauspielgrößen wie Jasmin Schwiers, Jessica Schwarz, Friedrich Mücke und der Star der deutschen Comedyszene Tutty Tran vor der Kamera. Regisseur Herbig zeigt sich dabei offen für Neues. Will heißen: mehr Diversität, ein sensiblerer Umgang mit Rollenbildern, klarere Konturen in der Komik. Der Charme des Originals bleibt dabei erhalten.
Obwohl über 20 Jahre seit dem ersten Ritt durch den Wilden Westen vergangen sind, zeigt „Das Kanu des Manitu“, dass gute Parodien nicht altern. Statt in der Vergangenheit zu verharren, liefert Bully mit frischer Energie und bewährtem Timing ein Comeback, das Spaß macht, ohne sich zu wiederholen. Wer den ersten Teil geliebt hat, darf sich auf ein Wiedersehen mit Kultfiguren, neuen Schurken und reichlich Schabernack freuen. Wer das Universum um Abahachi und Ranger gerade erst entdeckt, bekommt das volle Kinovergnügen in XXL, Bauchmuskelkater inklusive. Kurzum: Ein Sommerfilm, wie gemacht für einen nostalgischen Abend!
