Nachdem die Aschaffenburger Altstadt bei publikumswirksamen Festen in den letzten Jahren nicht mehr ganz so im Zentrum stand, wendet sich nun das Feierblatt – und wie! Denn die Dalberger rund um Energiebündel Viola Saliko (Restaurant Marquesas) haben sich da mal was überlegt …
Throwback: Es ist tatsächlich schon ein paar gute Jahre her, da war die Altstadt rund um Theaterplatz, Stiftsplatz, Pfaffengasse, Schloßgasse, Marstallplatz, Karlsplatz und Dalbergstraße eines der absoluten Epizentren des Aschaffenburger Stadtfests. Vorm Theater stand eine der größten Bühnen (nämlich die von uns FRIZZen ;-) und in allen Gassen pulsierte das Leben, feierten Menschenmassen und wurden sprichwörtlich in jedem Winkel bestens unterhalten. Und auch wenn selbstverständlich immer noch die Bühnen auf dem Karlsplatz und vor dem Schlappeseppel zum festen Bestandteil des jährlichen Stadtfests gehören – mit dem Wegfall des Theaterplatzes als großem Musikbühnenstandort hat sich das Festbild in der gesamten Altstadt geändert – und die große Masse an Besuchern wird nicht mehr automatisch durch die wunderschönen Gassen auf dem Dalberg gelenkt.
Doch nicht nur das Stadtfest hat sich aus weiten Teilen des Quartiers zurückgezogen, auch sonst lief in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr so viel wie früher: Auf dem Dalbergfest wurde, nach zwei baustellenbedingten Verlegungen ans Mainufer, 2018 das letzte Bier gezapft und rund um Weihnachten wird die ganze Stadt dekoriert – bis auf den Dalberg, auf dem der weihnachtliche Lichterglanz gefühlt deutlich dezenter ausfällt als in der Herschelgass’ und in der Frohsinnstraße. Klar, es gibt noch einige Kneipen, Bars und Restaurants in dieser wunderschönen Ecke Aschaffenburgs und diese haben natürlich auch noch ihre Gäste. Aber das durchmischte, gastroaffine Publikum, das sich abends einfach mal durch die Stadt treiben lässt und mal hier und mal dort auf ein Essen, ein paar Bierchen oder einen Cocktail Station macht, trifft man nur noch selten und vereinzelt an.
Long Story short: Die Altstadt schlummert gerade so’n bisschen – und das wahrscheinlich eher ungewollt und vor allem völlig zu Unrecht – ist es doch das schönste Viertel, das Aschaffenburg zu bieten hat.
Groovin Decades
Jetzt erst recht: Das neue Altstadtfest pumpt das pralle Leben in die Gassen!
Das alles hat Herzblut-Gastronomin Viola Saliko vom Marquesas in der Pfaffengasse schon vor einigen Jahren dazu gebracht, sich ihre Gedanken um die Aufwertung „ihrer“ Altstadt zu machen. Aus den Gedanken entsponnen sich erste Konzeptansätze, Ideen wurden zu farbigen Bildern vorm geistigen Auge und aus den zahlreichen Einfällen wurden ernstere Planungsentwürfe für ein Fest, das den Dalberg wieder für zwei Tage komplett zum Leuchten bringen soll. Von Anfang an hat sie sich dabei in Form ihrer zahlreichen Gastrokollegen „Brothers & Sisters in Crime“ gesucht, mit denen sie im regen Austausch gebrainstormt, skizziert und getüftelt hat – und die sie vor allem von der Vision überzeugt hat, gemeinsam ein eigenes ordentliches Fest auf die Beine zu stellen.
Das Ergebnis dürfen wir alle nun am letzten Juliwochenende unter der Schirmherrschaft von OB Markus Schlemmer und Stadträtin Johanna Rath mit allen Sinnen erleben, genießen, fühlen und schmecken: Livemusik, Walking-Acts, Künstler, Workshops, Infotainment und natürlich eine riesengroße Auswahl an allerlei Köstlichkeiten in flüssiger und fester Form warten auf viele Besucher dieser neuen Perle des heimischen Festkalenders.
Nur das Feinste für Kehle und Gaumen!
Allein schon der Blick auf die teilnehmenden (und veranstaltenden) Gastronomen zeigt eindrucksvoll, mit welcher Qualität, welcher Abwechslung und bunten Vielfalt das Fest seine Besucher verwöhnen wird. Neben der eingangs erwähnten Tapas- & Barinstitution Marquesas finden sich Fräulein Liese, Café Caro und Misha Benders Kiosk ebenso auf der Liste wie das Wirthaus Zum Fegerer, der Schlappeseppel, die Valeria Bar, der Biersepp und das La Didadi. Sie alle werden zum Altstadtfest natürlich nicht nur ihre gewohnten Türen öffnen, sondern überall über das Festgelände verteilt mit Drinks und Streetfood aufwarten. Zwischen Café Caro und Fräulein Liese gibt es zudem eine Weinmeile, während die Schloßgasse als Gastromeile zur kulinarischen Entdeckungsreise einlädt.
Und überhaupt: Wenn man weiß, wer die jeweiligen Köpfe hinter diesen klingenden Namen der heimischen Gastroszene sind, dann weiß man auch, wie viel geballte Kompetenz sich in Sachen Food, Drinks wie auch Entertainment da hinter das Festprogramm und die Highlights für Gaumen und Tanzbein geklemmt hat. Unterstützt wurde das Orgateam auch von Markus Koch, seines Zeichens Mastermind hinter Sandsturm und Nacht der 8 – und definitiv einer, der weiß, wie man Massen in Bewegung setzt. Neugierig geworden? Et voilá!
Noch mehr Feines für Auge, Ohr und Tanzbein!
Gleich vier (!) Bühnen auf dem Karlsplatz, dem Theaterplatz, im alten Forstamt und auf dem Marstallplatz bieten ein abwechslungsreiches Programm aus Livebands, DJs, Vorführungen und Workshops. Rein optisch wird die Bühne auf dem Theaterplatz auf Anhieb herausstechen, denn diese ist – ihr lest richtig – ein Boxring. Hier wird aber nicht nur inklusive Live-Sparring alles rund um die Sportart vorgestellt, sondern auch getanzt: Unter anderem geben sich hier DJ Marusia und DJ Franky die Ehre. Auch im Alten Forstamt glühen u. a. bei DJ Dime, Karibik Joe, Marco Dedio und DJane Selina die Turntables. Wer eher auf Livemucke steht, bekommt auch genug auf die Ohren: Glow, Groovin Decades und weitere sind auf der Karlsplatz-Bühne zu Gange, während auf der Marstallbühne vorm Schlappeseppel unter anderem 6 wie im Radio und das EinKlang-Duo bestätigt sind.
6 wie im Radio
Zahlreiche Highlights gibt es an beiden Tagen aber auch abseits der Bühnen zu entdecken: Straßenkünstler und Walking-Acts ziehen durch die atmosphärisch gestalteten Gassen, Piano-, Bratschen- und Geigenklänge ertönen, Tanzvorführungen und -workshops laden dazu ein, sich von südamerikanischen Klängen und Tänzen verzaubern zu lassen, das Schnöde Mammut macht die Verstärker an, ein Kneipenchor bringt Männerstimmen zum Glühen, der One Day e. V. ist mit an Bord, Peter Dill lädt zu „Chill mit Dill“ ein und am Boxring auf dem Theaterplatz gibt es zudem Infos und Angebote rund um das Thema Selbstverteidigung für Frauen und Kinder. Klar ist: Es wird bunt, es wird genussvoll, es wird grooven und es wird für Furore sorgen!
Und wer immer noch nicht genug hat, dem seien die zahlreichen Aftershowpartys wie zum Beispiel im Tanzparadies, im Biersepp, im Belford oder der Hansibar ans Herz gelegt.
Kommt rum und lasst euch begeistern. Die Altstadt hat sich dieses Fest nicht nur selbst erarbeitet, sondern auch mehr als verdient!
