Die Welt ist kompliziert genug. Gerade dann, wenn man jung ist, ständig neue Entscheidungen treffen soll und niemand so richtig erklärt, wo man eigentlich anfangen kann. In Aschaffenburg gibt es dafür seit drei Jahrzehnten einen Ort, der genau hier ansetzt: das ABdate. Eine Jugendinfostelle, die berät und Orientierung gibt – ohne komplizierte Zugänge, ohne Kosten und ohne das Gefühl, erst einen bestimmten Grund vorweisen zu müssen.
2026 wird gefeiert, denn am 1.10. jährt sich die Eröffnung zum 30. Mal. Damals noch als Café ABdate gemeinsam mit dem neu gebauten JUKUZ im Aschaffenburger Kirchhofweg 2 gestartet, ist aus der ursprünglichen Anlaufstelle längst ein vielseitiges Angebot geworden. Geblieben ist in all den Jahren die Grundidee: Junge Menschen sollen einen unkomplizierten Zugang zu Informationen und Beratung haben, unabhängig davon, mit welchem Anliegen sie kommen.
ABdate
Und Anliegen gibt es viele. Ausbildungsplatz gesucht? Fragen zu einem Freiwilligendienst? Lust auf ein Jahr im Ausland oder noch keine Ahnung, wie es nach der Schule weitergehen soll? Im ABdate reicht das Themenspektrum von A bis Z. Persönliche Gespräche gehören ebenso dazu wie kostenloses Informationsmaterial und PC-Arbeitsplätze für Bewerbungen oder eigene Recherchen. Nicht jede Frage muss groß sein, um ernst genommen zu werden.
Parallel dazu hat sich auch der medienpädagogische Bereich entwickelt. Was einst mit den ersten Internet-PCs begann, ist heute eine eigenständige Medienfachstelle. Cybermobbing, Datenschutz und der Umgang mit sozialen Medien stehen dabei genauso auf dem Programm wie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Informationsabende für Eltern. Denn digitale Lebenswelten gehören längst zum Alltag und werfen trotzdem immer wieder neue Fragen auf.
Auch außerhalb der individuellen Beratung ist ABdate aktiv. Als Teil des Stadtjugendrings begleitet die Einrichtung die Jugendverbandsarbeit in Aschaffenburg.
Im Frühjahr wurde schließlich ein neues Kapitel augeschlagen: Seit April befindet sich das ABdate in der Aschaffenburger Ohmbachsgasse 6 – und damit mitten im Zentrum. Gemeinsam mit Radio Klangbrett und der Fachstelle für diversitätsbewusste Jugendarbeit wurde ein neuer gemeinsamer Standort kreiert. Im Team arbeiten nun Anke Lang, die seit 2010 dabei ist, und Carolin Zobel. Sie folgt auf Sigrid Ehrmann, die nach 27 Jahren ABdate in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Neben dem örtlichen Umzug kommen weitere neue Möglichkeiten auf den Plan: Über eine neue Website lassen sich zum Beispiel Beratungstermine künftig online vereinbaren. Der persönliche Kontakt bleibt aber weiterhin und selbstverständlich das Herzstück der Jugendinformationsstelle.
ABdate
Zum Jubiläum wird im Oktober einiges geboten: von Social-Media-Aktionen über Infos zu Auslandsaufenthalten, Freiwilligendiensten und KI im Bewerbungsprozess bis zum Medienabend für Eltern. Höhepunkt der Feierei ist dann der Poetry-Slam im JUKUZ (Infos nebenstehend).
30 Jahre ABdate sind nicht einfach nur ein Jubiläum. Sie sind ein Zeichen dafür, dass junge Menschen einen Ort haben, an dem ihre Fragen Platz finden und Ernst genommen werden.
