Der zweite Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg rückt mit Finja Sander eine junge Künstlerin in den Fokus, die sich mit kollektiven Prozessen beschäftigt. Ihre Arbeit „Stufe Null“, eine multimediale Installation, verbindet persönliche Erinnerungen aus der Stadt mit einer gemeinsamen Performance. Stimmen aus der Bevölkerung werden zu einem Material, das sich neu ordnet und bewusst auf klare Zuordnungen verzichtet. Parallel dazu entsteht ein Rhythmus aus Bewegung, der Gemeinschaft sichtbar macht und zugleich hinterfragt. Sander gelingt es, individuelle Erfahrungen in einen größeren Zusammenhang zu setzen und Erinnerung als etwas Gegenwärtiges zu zeigen.
© Finja Sander
