Das Leben von Wilhelm Heinse, geboren 1746 in Langewiesen (heute: Ilmenau, Thüringen), war zu seiner Zeit kein Unbekannter als Schriftsteller, Gelehrter und Bibliothekar. Nach einem wechselvollen Leben gelangte er 1795 zusammen mit dem „Hoftstaat“ des Mainzer Erzbischofs nach Aschaffenburg, wo er 1803 starb. Sein Grab befindet sich auf dem Altstadtfriedhof. Heinse, dessen Werke teils als „unanständig“ verdammt worden waren, hat es nicht in den „Kanon“ der Schul-Literatur geschafft. Dennoch (oder gerade deswegen) hat das Stadt- und Stiftsarchiv ihm vor wenigen Jahren im Rahmen einer Graphic Novel gewürdigt, immer wieder erschienen und erscheinen wissenschaftliche Beiträge und Sammelbände zu Heinse, die ihn als Literaten neu einordnen und seine Bedeutung als Zeitgenosse Goethes und Schillers würdigen.
Anlässlich des Aschaffenburg-Besuchs des Kulturvereins Langewiesen, der sich vor Ort intensiv um das Andenken an Heinse kümmert, findet im Storchennest (Schönborner Hof/Stadt- und Stiftsarchiv) eine öffentliche Abendveranstaltung statt, die verschiedene Aspekte der spannenden Biografie Heinses und seiner Werke in den Blick nimmt. Im Zentrum steht dabei eine Lesung aus den Werken Heinses durch Martin Strauch (Ilmenau).
Programm/Ablauf:
- Zur Biographie Heinses. Eine Einführung (Dr. Johannes Hilgart, Ingelheim)
- … ein entzückend Stück Welt! – Lesung mit Kostproben und literarischen „Perlen“ aus den Werken Heinses (Martin Strauch)
- Heinse und die Musik (Kurzvortrag, Burkard Fleckenstein, Aschaffenburg)
- Musikalische Umrahmung (Flöten-Duo, Musikschule Aschaffenburg); Begrüßung durch die Stadt Aschaffenburg (Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg)
- Kleiner Empfang im Anschluss
Eine Veranstaltung in Kooperation zwischen der Stadt Aschaffenburg, dem Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V. sowie dem Kulturverein Langewiesen.
Anmeldung erforderlich: Per E-Mail oder unter Telefon (06021) 3302420
Info
© Till Benzin

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