Alte Fotografien, vergilbte Dokumente, Vereinschroniken oder private Erinnerungsstücke: Regionale Geschichte steckt oft in Kellern, Dachböden oder kleinen Archiven und bleibt dadurch für viele unsichtbar. Mit dem neuen Projekt heimat:data möchte das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg genau das ändern und die digitale Geschichtsforschung am Bayerischen Untermain auf eine neue Ebene heben. Gemeinsam mit regionalen Partnern entsteht eine Plattform, die historische Bestände einfacher erfassbar, besser vernetzbar und langfristig zugänglich machen soll. Aufbauend auf dem erfolgreichen Portal heimat:hub richtet sich heimat:data vor allem an Vereine, kleinere Archive und private Sammlerinnen und Sammler, die größere historische Bestände sichern und öffentlich zugänglich machen möchten. Während bisher viele Inhalte mühsam einzeln eingepflegt werden mussten, erlaubt das neue System künftig die strukturierte Verarbeitung umfangreicher Datenmengen. Unterstützt wird dies durch einfache KI-gestützte Werkzeuge, die beispielsweise Datierungen, Ortsangaben oder Beschreibungen ergänzen können. Gleichzeitig bleibt die fachliche Kontrolle zentral: Alle Inhalte werden weiterhin geprüft, damit sowohl Qualität als auch Urheber- und Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf Offenheit und Zusammenarbeit. Die Software soll künftig als Open Source veröffentlicht werden und damit auch anderen Archiven, Kommunen oder Initiativen zur Verfügung stehen. So versteht sich heimat:data nicht nur als regionales Archivprojekt, sondern auch als Modell für moderne digitale Kulturarbeit und gemeinschaftliches Forschen.
Am bundesweiten Digitaltag wird das Projekt nun erstmals öffentlich vorgestellt und offiziell freigeschaltet. Im Digitalladen erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Kurzvorträgen, Einblicken in digitale Archivarbeit und Möglichkeiten, die Plattform direkt kennenzulernen.
Wer sich für Regionalgeschichte, Digitalisierung oder die Frage interessiert, wie kollektive Erinnerung künftig bewahrt werden kann, bekommt hier spannende Einblicke.

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