Dr. Wolfgang Kessler, Ökonom und ehemaliger Chefredakteur „Publik Forum“, stellt das Buch „Reichensteuer aber richtig“ des französischen Ökonomen Gabriel Zucman vor. Zucman widerlegt den Einwand, wonach Steuern auf Vermögen Unternehmen schaden.
In einer Rezension des Buches in der ökumenisch christlichen Zeitschrift „Publik Forum“ schreibt Dr. Wolfgang Kessler: „Der französische Ökonom erklärt kompakt, warum Menschen mit Vermögen ab 100 Millionen Euro besteuert werden müssten – und wie sie besteuert werden könnten. Sein Vorschlag: eine Mindeststeuer von zwei Prozent auf Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro. Zucman widerlegt den Einwand, wonach Steuern auf Vermögen Unternehmen schaden. Sein Vorschlag geht mittlerweile um die Welt. In der französischen Nationalversammlung erhielt er eine Mehrheit, aber drei Viertel aller Bundestagsabgeordneten erachteten ihn als nicht diskussionswürdig. Warum?“
Dr. Wolfgang Kessler stellt an diesem Abend das Konzept von Zucmann genauer vor, berichtet über die Übertragbarkeit der Idee auf andere Länder und informiert aus eigenen Recherchen über das erfolgreiche Schweizer Modell der Vermögenssteuer.
Dr. Wolfgang Kessler ist Ökonom und Publizist. Nach ersten Erfahrungen als Ökonom beim Internationalen Währungsfonds war Kessler Journalist und von 1999 bis 2019 Chefredakteur der Zeitschrift „Publik Forum“. Mit dem Haus am Dom verantwortet er die Online-Reihe „Kesslers Wirtschaft“. 2007 erhielt er für sein Engagement für „Frieden Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ den Internationalen Bremer Friedenspreis und 2021 den Marianne und Walter Dierks Preis für „Engagierter Journalismus“.

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