Werke von Mozart, Szymanowski & Bartók
Die Franzosen spielten sich mit ihrer feinen Interpretationskunst in die besten Säle der Welt – das Kennedy Center in Washington D.C., die Carnegie Hall in Manhattan oder die Verbotene Stadt in Peking. 2008 von Absolventen des Musikkonservatoriums Lyon gegründet, genießt die exakte Notenausdeutung und facettenreiche Gefühlsprägung dieses Streichquartetts seither die hohe Gunst des Publikums.
Die Entschlossenheit und Tiefe, wofür die New York Times das Ensemble lobte, spiegelt sich in einem hinreißenden Programm wider: Die komplexe, sogenannte bulgarische Rhythmik etwa in Béla Bartóks Streichquartett Nr. 5 erfordert so sehr Präzision wie sie auch nach Einfühlung verlangt. Anders als beim Ungarn Béla Bartók inspirierte dieses volksmusikalische Interesse der Modernisten im Streichquartett Nr. 2 op. 56 des polnischen Komponisten Karol Szymanowski eine sich auflösende, tranceartige Dringlichkeit. Das Konzert beginnt jedoch mit Mozarts Streichquartett in d-Moll, das zwar aus einer anderen Epoche zu erklingen scheint, aber deutlich das Temperament der Moderne vorausahnt.
