Die Kunsthalle Jesuitenkirche präsentiert die Preisausstellung zum 50-jährigen Jubiläum des Hauses. Aus 138 Einreichungen nominierte eine Fachjury 13 Positionen, die „Stufen“ weit fassen – als historische Entwicklung, gesellschaftliche Auf- und Abstiege sowie symbolische und skulpturale Setzungen. Die Schau vereint analoge und digitale Ansätze, kombiniert Materialien überraschend und lädt zum Weiterdenken ein.
Die Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreises findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 24. März um 19.30 Uhr in der Christuskirche statt.
Zusätzlich werden am 9. Juli der Publikumspreis des Förderkreises der Kunsthalle Jesuitenkirche (2.000 Euro) sowie der Main-Echo-Leserpreis im Rahmen der Ausstellung vergeben.
Seit 1976 ist die Kunsthalle Jesuitenkirche ein zentraler Ort für moderne und zeitgenössische Kunst in Aschaffenburg. Im Jubiläumsjahr ihres 50-jährigen Bestehens erhält der Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg eine besondere Bedeutung. Unter dem Titel „Stufen – Erklimmen. Wachsen“ widmet sich die Ausstellung einem Motiv, das auf den ersten Blick alltäglich erscheint und zugleich große symbolische, soziale und gesellschaftliche Tragweite besitzt.
Stufen strukturieren Räume, markieren Übergänge und fordern Entscheidungen in Bewegung und Wahrnehmung. Sie stehen für Aufstieg und Stillstand, für Schwellen, Hierarchien und Veränderungen. In der Ausstellung wird die Stufe nicht nur als architektonisches Element verstanden, sondern als Denkfigur, die Fragen nach Ordnung, Fortschritt, Macht und gesellschaftlichen Prozessen aufwirft. Die künstlerischen Arbeiten eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf dieses Motiv und laden die Besuchenden zur aktiven Auseinandersetzung ein. So versteht sich die Ausstellung als Moment des Innehaltens und zugleich als Impuls für Weiterentwicklung.
Nominierte Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung: Jonas Ademes, Claudia Chaseling, Konrad Franz, GISELDA, Susanne Hessenthaler, Benjamin Hirte, Christiane Kaufmann, Jennifer Maus, Alina Röbke, Finja Sander, Tim Seger, INK Ponce Sonntag-Ramirez, Toni Wombacher.
Fachjury (Foto v. l. n. r.): Ina Neddermeyer (Direktorin, Museum Giersch der Goethe‑Universität Frankfurt, Sabiha Keyif (Leitung Tourneeausstellungen, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart), Benedikt Seerieder (Kurator Zeitgenössische Kunst, Museum Brandhorst, München), Luisa Heese (Kuratorin Gegenwartskunst & Skulptur und stv. Direktorin Kunsthalle Mannheim), Hendrik Bündge (Kurator Moderne & Zeitgenössische Kunst, Staatsgalerie Stuttgart), Johannes Honeck (Juryvorsitzender, Leiter Kunsthalle Jesuitenkirche und Christian Schad Museum), Katharina Dohm (Kuratorin, Schirn Kunsthalle Frankfurt), Henrike Holsing (Kuratorin, Museum im Kulturspeicher Würzburg)
Tipp: Plakatschau zum Jubiläum – 50 Jahre Kunsthalle Jesuitenkirche
Passend zum Jubiläum wird im Sonderkabinett der Kunsthalle vom 25. März bis 7. Januar eine Auswahl der herausragendsten Plakate aus fünf Jahrzehnten Ausstellungsgeschichte gezeigt. Zur Hälfte der Laufzeit zieht die Präsentation ins Schloss Johannisburg um.
Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm flankiert die Ausstellunng.
Öffnungszeiten: Di. 10–20 Uhr, Mi.–So. & Feiertage 10–18 Uhr

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