Dienstagsgespräch: Globales Chaos oder Chancen für eine gerechte Weltordnung
Martinushaus Treibgasse 26, 63739 Aschaffenburg
Das Völkerrecht und die Institution der UNO stehen 80 Jahre nach ihrer Begründung durch die „Charta der Vereinten Nationen“ vor dem Zusammenbruch. Mit ihren Kriegen und militärischen Interventionen gegen die Ukraine, gegen Iran und in Venezuela verstoßen mit Russland und USA zwei ständige Mitglieder des Sicherheitsrates, der laut Charta hauptverantwortlich für die „Bewahrung des Friedens“ ist, gegen das zwischenstaatliche Gewaltverbot.
Die Völkerrechtsverstöße der USA werden von Deutschland offen gutgeheißen. Zudem verletzen immer mehr Staaten – nicht nur Autokratien und Diktaturen, sondern auch westliche Demokratien – die Menschenrechtsnormen, die 1948 völkerrechtlich verbindlich und mit universeller Gültigkeit vereinbart wurden. Was können wir gegen dieses bedrohliche Entwicklung tun?
Andreas Zumach lebt in Berlin, ist freischaffender Journalist und Buchautor. Er war von 1988 bis 2020 Korrespondent am UNO-Sitz in Genf für die Berliner „tageszeitung“ (taz) und weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten. Er ist Experte für Themen der Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Völkerrecht und Menschenrechte.

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