„Diskurse herrschen nicht. Sie erzeugen eine kommunikative Macht, die die administrative nicht ersetzen, sondern nur beeinflussen kann.“ (Jürgen Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, Frankfurt am Main, 1990)
Im Mai dieses Jahres verstarb Jürgen Habermas (1929–2026), einer der großen Philosophen der Gegenwart. Er gehörte der zweiten Generation des 1924 gegründeten legendären Frankfurter Instituts für Sozialforschung an, aus dem sich die so genannte Frankfurter Schule herausbildete. Seine Lehrer Max Horkheimer (1895–1973) und Theodor W. Adorno (1903–1969) entwickelten maßgeblich die Kritische Theorie. In deren Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Verfasstheit moderner Gesellschaften; Herrschaftsstrukturen, Ungleichheiten und die Rolle der Kulturindustrie werden nicht nur beschrieben, sondern auch hinterfragt.
Der Vortrag schlägt eine Brücke von den historischen Wurzeln dieser Denkrichtung in unsere heutige Zeit im Spannungsfeld zwischen Medien, Demokratie und Kultur.
Der Referent Dr. Florian Gernot Stickler studierte Klassische Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, an der er auch im Fach Philosophie promoviert wurde. Zurzeit ist er als selbständiger Philosoph und Geisteswissenschaftler in Würzburg tätig.
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